Planet Unixfreunde

September 02, 2010

Actro

Schnittiger Eimer..

Der Kübel ist eine RoRo-Fähre. So langsam verschwinden die Schrottautos von der ehemaligen Freifläche im LZU in seinem Bauch, oft auf abenteuerliche Weise geschoben, gezogen oder gestapelt..
Aber hübsch ist er ja irgendwie..

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by actro at September 02, 2010 04:01 PM

F!XMBR

Schatten der Vergangenheit …

In den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg war man weniger mit der Aufarbeitung, der noch recht jungen Vergangenheit, beschäftigt, sondern mehr mit der Kaschierung diverser Strukturen. Schnell stellte man Persilscheine aus, wählte aus dem Heer der Täter einige aus, verurteilte jene, ließ jedoch Gnade vor Recht walten und verkürzte im Nachhinein Haftzeiten etc. pp. Ärzte, die einst in Lagern dienten, konnten ein paar Jahre später teils wieder praktizieren, Politiker wurden mitunter stante pede in Amt und Würden übernommen, viele wußten die Strukturen des Regimes auch in demokratischen Gefilden zu ihrem Vorteil einzusetzen. Die Beispiele sind Legion, ein Blick in die Nachkriegsgeschichte dieses Landes läßt Abgründe erblicken. Über eine Dekade später, in den 60ern, sprach man schon vom «braunen Spuk» in der Bevölkerung, witzelte teils darüber, relativierte gar. Auch damals schon wurde der Ruf laut, endlich einmal die Vergangenheit Vergangenheit sein zu lassen und dies gerade einmal 10–15 Jahre später.

Doch dieser «braune Spuck» war äußerst real, es waren keine einzelnen Personen, es war keine Gruppe, es war die Gesellschaft die sich zu diesem manifestierte und es nie wirklich Verstand sich einer konsequenten Aufarbeitung der Vergangenheit zu stellen. Die Studentenbewegung der 60er Jahre war die Antwort auf diesen heuchlerisch-bigotten Habitus der vorherigen Generation. Zwar konnte diese nie wirklich Momentum erlangen, dennoch zeigte diese Bewegung diverse Probleme auf, Probleme die als ursächlich für diverse heute zu schauende Symptome anzusehen sind.

Aber auch heute stellen wir uns nicht der Vergangenheit, denn auch heute ist die Aufarbeitung noch mit großen Schmerzen verbunden. Weitaus genehmer ist da der Fingerzeig gegen einzelne Zeitgenossen, der Blick gen Partei, die Ernennung eines Prügelknaben und zugleich die Abstrafung von diesem. Dabei ist es die Gesellschaft per se, die diese lautstarken Gesellen hervorbringt, die Parteien befügelt so oder so zu handeln, die Gesellschaft verschafft diesen Gruppen oder einzelnen Personen die Legitimation, stellt die Persilscheine aus. Sicherlich, wir leben heute im Jahr 2010, anno 1960 waren gänzlich andere Äußerungen möglich, auch in demokratischen Gefilden. Was man damals noch frei heraus sagen durfte bzw. konnte, daß muß heute in einer «politisch korrekten» Verpackung dargereicht werden, die Inhalte jedoch sind ähnlich radikaler Natur wie eh und je. Randgruppen jedweder Couleur erfahren in diesem Land einzig eine Duldung, solange es der Gesellschaft «gut» geht und diese Randgruppen ihren Nutzen erfüllen. Doch wann geht es der Gesellschaft gefühlt «gut»? Und was erst geschieht in einer Krise? Bei letzterer frönt das Gros einzig dem Ego, spricht dem Gegenüber Rechte ab, ja gar die Existenzberechtigung. Folklore kompensiert in jenen Zeiten die Unwissenheit.

Wenn also im Moment ein «brauner Spuk» die Genossen heimsucht, so ist das sicherlich ein Grund für eine erhöhte Aufmerksamkeit, jedoch ist es dies sicherlich kein Grund abermals einen Prügelknaben zu bemühen, um von den Problemen der Gesellschaft abzulenken.

by Oliver Herold at September 02, 2010 09:23 AM

Actro

Nix gut..

Gestern machte mich ein guter Bekannter darauf aufmerksam, daß er nicht auf seinen Bouncer zugreifen könne. Da ich schlecht stand und nur GPRS hatte, hab ich das erstmal auf heute morgen verschoben. Heute dann probiert, kein SSH möglich. Also ins Kundeninterface, serielle Konsole aufgerufen, keine Verbindung zum Server möglich.
Okay, auch Linux hat mal Hänger, also reboot..
Server kommt nicht hoch..
Ins Rescue gebootet und eingeloggt, 2. Platte ließ sich nicht einhängen, also mal fsck drüber laufen lassen. Tja..wenn das mal gegangen wäre..

[ 131.919062] ata2: hard resetting link
[ 132.244193] ata2: SATA link up 1.5 Gbps (SStatus 113 SControl 310)
[ 132.280367] ata2.00: configured for UDMA/33
[ 132.288738] ata2: EH complete
[ 132.959744] ata2.00: exception Emask 0x2 SAct 0x0 SErr 0x780401 action 0x6
[ 132.973477] ata2.00: BMDMA stat 0x25
[ 132.980626] ata2: SError: { RecovData Proto 10B8B Dispar BadCRC Handshk }
[ 132.994182] ata2.00: failed command: READ DMA EXT
[ 133.003588] ata2.00: cmd 25/00:00:57:21:00/00:02:00:00:00/e0 tag 0 dma 262144 in
[ 133.003591] res 51/84:00:57:21:00/84:02:00:00:00/e0 Emask 0x12 (ATA bus error)
[ 133.034331] ata2.00: status: { DRDY ERR }
[ 133.042344] ata2.00: error: { ICRC ABRT }
[ 133.050362] ata2: hard resetting link
[ 133.376043] ata2: SATA link up 1.5 Gbps (SStatus 113 SControl 310)
[ 133.396201] ata2.00: failed to IDENTIFY (device reports invalid type, err_mask=0x0)
[ 133.411493] ata2.00: revalidation failed (errno=-22)
[ 138.388019] ata2: hard resetting link
[ 138.712044] ata2: SATA link up 1.5 Gbps (SStatus 113 SControl 310)
[ 138.748349] ata2.00: configured for UDMA/33
[ 138.756722] ata2: EH complete
[ 139.389558] ata2.00: exception Emask 0x2 SAct 0x0 SErr 0x780401 action 0x6
[ 139.403295] ata2.00: BMDMA stat 0x25
[ 139.410444] ata2: SError: { RecovData Proto 10B8B Dispar BadCRC Handshk }
[ 139.424000] ata2.00: failed command: READ DMA EXT
[ 139.433405] ata2.00: cmd 25/00:00:57:21:00/00:02:00:00:00/e0 tag 0 dma 262144 in
[ 139.433408] res 51/84:00:57:21:00/84:02:00:00:00/e0 Emask 0x12 (ATA bus error)
[ 139.464147] ata2.00: status: { DRDY ERR }
[ 139.472159] ata2.00: error: { ICRC ABRT }
[ 139.480179] ata2: hard resetting link
[ 139.804043] ata2: SATA link up 1.5 Gbps (SStatus 113 SControl 310)
[ 139.824203] ata2.00: model number mismatch 'ST380817AS' != 'i���!8�v-�~k#����_�hZ��*�H�r��f���C���'
[ 139.842611] ata2.00: revalidation failed (errno=-19)
[ 144.816068] ata2: hard resetting link
[ 145.140046] ata2: SATA link up 1.5 Gbps (SStatus 113 SControl 310)
[ 145.176365] ata2.00: configured for UDMA/33
[ 145.184741] ata2: EH complete
[ 145.851858] ata2.00: exception Emask 0x2 SAct 0x0 SErr 0x780401 action 0x6
[ 145.865595] ata2.00: BMDMA stat 0x25
[ 145.872744] ata2: SError: { RecovData Proto 10B8B Dispar BadCRC Handshk }

Das sieht nicht wirklich gut aus. Ich hab dann mal ne Supportanfrage gestartet, den Besitzer des Servers informiert und werde wohl dann das kommende Wochenende neu aufsetzen dürfen :(

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by actro at September 02, 2010 06:08 AM

September 01, 2010

F!XMBR

Thilo Sarrazin: Alles nur Satire

oder

Warum sich unsere Gesellschaft neu ausrichten muss


Bild: Bundesarchiv, Wikimedia Commons

Wer noch ein Argument benötigt hat, dass Thilo Sarrazin ein zutiefst verachtenswertes Menschenbild hat, ein rassistisches Menschenbild, der musste heute nur Plasberg einschalten. Beispielsweise hat er seine «These» über jüdische Gene nicht zurückgenommen, im Gegenteil, er hat sie noch einmal bestätigt. Sarrazin meine lapidar, der Satz sei seiner Sache nicht dienlich gewesen, inhaltlich sei sie nicht zurückzunehmen. Selbstverständlich hat er sich jede Menge Kritik anhören müssen – bis die gesamte Debatte von Thilo Sarrazin selbst ad absurdum geführt wurde.

Er wurde auf das letzte Kapitel seines Buches angesprochen: In 100 Jahren ist Deutschland muslimisch, Deutsche in der Minderheit – was selbstverständlich grober Unfug ist, dies wurde im Übrigen auch vom Statistischen Bundesamt bestätigt. So – und jetzt alle festhalten: Thilo Sarrazin behauptete dann allen Ernstes, nachdem er argumentativ an den Rand gedrängt wurde, das letzte Kapitel seines Buches sei doch Satire gewesen. Wirklich, das hat er so gesagt. Seine apokalyptische Prognose sei Satire gewesen.

Mensch, da hat uns der gute Herr Sarrazin aber alle auf den Arm genommen. Da sprechen wir dämlichen Gutmenschen seit Tagen über Rassismus, Beleidigungen von Minderheiten – und es ist nur Satire. Gut, dass wir das geklärt haben. Es muss, so glaube ich zumindest, ein weiterer Punkt nicht erwähnt werden: die Mehrheit der Menschen, und es ist die Mehrheit der SPD-, Unions-, FPD-, Grüne– und Linken-Wähler stimmt Sarrazin zu. Dass Sarrazin sich schlussendlich selbst der Lächerlichkeit preisgegeben hat – geschenkt. Die Mehrheit stimmt seinen kruden Behauptungen zu.

Deutschland ist mit diesem Buch weit nach rechts gerutscht.

Habt Ihr eine kleine Schwester oder vielleicht schon eine junge Tochter? Ist diese vielleicht schon einmal mit einem jungen Mann nach Hause gekommen, bei dem Euch jegliche Nackenhaare zu Berge standen? Ihr könnt argumentieren, wie Ihr wollt, der junge Herr kann rumhuren — nach einer kurzen Trauerphase strahlt das junge Glück wieder als wäre nichts gewesen. Gegen Gefühle lässt sich nicht anreden, weder sachlich und argumentativ — noch emotional. Ähnlich sieht in dieser Debatte aus. Die so genannten Thesen Sarrazins wurden mittlerweile weitestgehend widerlegt – und doch ist da nach Gefühl der Bevölkerung endlich mal einer, der die Wahrheit sagt. Die ausgedachten Thesen Sarrazins spiegeln ein Gefühl wieder, werden schnell zu Fakten und schlussendlich zur Wahrheit.

Die Medien spielen auf dieser Klaviatur, verdienen sie mit den Gefühlen der Menschen doch ihr Geld. Wer wirklich glaubt, Medien seien objektiv, der sollte sich selbst fragen, ob er bei den unterschiedlichsten Themen objektiv sein kann. Vielleicht reicht es auch aus, zu dem selben Thema die Artikel in der BILD, der taz, der FAZ und der SZ zu lesen. Objektiv betrachtet sollten die Artikel dieselbe Aussage beinhalten. Sie tun es nicht – darum sollte man niemals den Fehler machen, zu glauben, Journalismus sei objektiv. Genauso sieht es mit so genannten wissenschaftlichen Gutachten aus – das Beispiel Loveparade zeigt gerade, dass der Auftraggeber das Ergebnis bestimmt. Und über Statistiken, wie sie Thilo Sarrazin in seinem Sinne interpretiert, muss wohl gar kein Wort verloren werden.

Doch darum soll es nicht gehen. Am Montagabend bei Beckmann sagte die Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan wahre Dinge, die sehr zum Nachdenken anregen. Es verwundert nicht, dass nach 9/11 das Miteinander zwischen der deutschen und muslimischen Bevölkerung nicht das beste war. Auch in Deutschland wurde – salopp gesagt — hinter jedem Turban und Bart ein Terrorist vermutet. Foroutan, die sich täglich mit Integration und dem sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhalt unseres Landes beschäftigt, sagte, dass sich seit vier bis fünf Jahren das Blatt wieder gewendet habe. Es gibt wieder ein Miteinander – auch politische Maßnahmen haben dazu beigetragen, dass sich die beiden Bevölkerungsgruppen nicht mehr wie Fremde gegenüber stehen.

Als Beckmann auf Sarrazin und die enorme Zustimmung seiner Zuschauen hinwies, antwortete Foroutan Bedrückendes. Sinngemäß sagte sie, dass man keine Chance habe, gegen die Gefühle der Menschen anzureden. In Sarrazins Buch sieht sie eine Gefahr, dass der aufgebaute Zusammenhalt der letzten Jahre wieder zunichte gemacht wird. Direkt gesagt wurde es nicht, aber zwischen den Zeilen konnte man heraushören, dass Sarrazins Buch den sozialen Frieden in Deutschland gefährden würde.

«Wir» haben gegen Sarrazin, NPD & Co. absolut keine Chance. So dramatisch und trostlos muss man es sehen. Was muss und kann man tun? Unsere Gesellschaft muss sich völlig neu aufstellen und neu ordnen. Der Mensch muss wieder Mensch sein dürfen – mit all seinen Stärken und Schwächen. Der Mensch ist keine Produktionseinheit, er ist kein Kostenfaktor, er ist nicht anders — er ist eine Bereicherung für jedes andere Leben.

Wenn man heute in die U-Bahn steigt, durch die Stadt geht, sind gefühlt die Hälfte der Werbeanzeigen von Zeitarbeitsfirmen geschaltet. Der Mensch wird nicht mehr durch das Menschsein definiert, sondern durch seinen Arbeitsplatz, seine Statussymbole, sein Ansehen. Andersartigkeit, egal in welcher Form, wird abgelehnt.

Arbeitslose Menschen werden – sogar von der Politik – offiziell als Parasiten, von den Medien als Sozialschmarotzer bezeichnet. Wer in problematischen Stadtteilen wohnt, wird entsprechend belächelt – Ausländer in diesem Land täglich schief angesehen, beleidigt, ihnen wird aufgezeigt, dass sie nicht zu «uns» gehören.

Oftmals wird – gerade von konservativen Politikern – immer wieder gefordert, man müsse die deutsche Leitkultur annehmen, sich dieser unterordnen. Doch was ist diese ominöse Leitkultur? Diese Leitkultur, das ehemalige Land der Dichter und Denker definiert sich ausschließlich über Statussymbole und Angepasstheit. Fremde, Andersdenkende und Anderslebende gehören nicht zu dieser Leitkultur.

Selbst wenn die von Sarrazins angekündigte Apokalypse eintreten würde – es wäre absolut nicht schlimm. Dieses Land, so wie es sich entwickelt hat, ist es wahrlich nicht wert, erhalten zu werden. Wir müssen nicht nur über Integration reden, sondern auch über uns selbst. Warum darf der Mensch nicht mehr Mensch sein? Warum werden Andersdenkende, anders Aussehende, anders lebende Menschen ausgegrenzt, beschimpft beleidigt und an den Rand der Gesellschaft gedrängt?

Sobald unsere Gesellschaft wieder den Menschen als Menschen wahrnimmt, ihn annimmt, toleriert und akzeptiert, wie er ist – sei er arbeitslos, schlecht deutsch sprechen oder in einem Ein-Zimmer-Appartement lebend – erst dann können wir wieder von einer deutschen Leitkultur sprechen, für die es wert ist, zu kämpfen. Die derzeitige Verfassung unserer Gesellschaft lässt es wahrlich nicht zu, dass wir mit dem Finger auf andere Menschen zeigen.

Integration, ein soziales Miteinander ist keine Einbahnstraße – es ist ein Geben und Nehmen. Wir befinden uns im 21. Jahrhundert und große Teile unserer Gesellschaft und der so genannten Elite befinden sich vom Denken und Handeln noch im Mittelalter. Sicherlich gibt es Integrationsprobleme, Parallelgesellschaften– unbestritten. Sie sind aber Folge unserer Gesellschaft, unseres sozialen Miteinanders. Es sind die Geister, die Deutschland selbst gerufen hat. Wir haben sie selbst geschaffen.

Deutschland ist krank. Schuld daran sind aber nicht die Arbeitslosen, die Alten, die Studenten oder die Ausländer. Schuld ist unsere Gesellschaft als Ganzes. Wir reden immer über moderne Zeiten, sprechen verächtlich über das zurückgebliebene Anatolien, wollen Aufbauarbeit in Afghanistan leisten, vergessen dabei aber, dass insbesondere Wir, unser Land, unsere Gesellschaft eine Frischzellenkur benötigt.

Der indischer Philosoph Jiddu Krishnamurti hat einmal gesagt: «Die Wandlung der Gesellschaft ist nicht so wichtig; sie wird sich natürlich und zwangsläufig ergeben, wenn der Mensch die innere Wandlung vollzogen hat.» Bis dahin ist es in unserer Gesellschaft noch ein ganz langer Weg. Der Großteil der Menschen in unserer Gesellschaft definiert sich darüber, sich insbesondere moralisch von anderen Menschen abzugrenzen. Dies ist im Übrigen auch ein Grund, warum unsere Politik so «gut» funktioniert. Man lasse Rentner gegen Studenten, Arbeiter gegen Arbeitslose kämpfen – und schon kann sich die Regierung weitestgehend zurücklehnen.

Wir brauchen ein neues Denken in unserer Gesellschaft, im täglichen Zusammensein. Menschsein bedeutet im positivsten Fall nicht, den Arbeitslosen und den Ausländer naserümpfend zu tolerieren. Menschsein bedeutet, den Studenten und Rentner und all die anderen zu akzeptieren, als gleichwertiges Mitglied unserer Gesellschaft und unserem sozialen Miteinander. Die Anderen sind nicht anders, die Anderen sind wir. Unsere Gesellschaft besteht aus unzähligen Gruppen – und jeder Mensch ist gleichberechtigt, jede einzelne Person ist wichtig und belebt unsere Kultur und fördert unser Wissen. Unsere Gesellschaft braucht ein Umdenken, «wir» benötigen ein Umdenken. Erst dann können wir wieder vom Menschsein sprechen. Derzeit gilt das Recht des Stärkeren, unterschiedliche Schichten kämpfen miteinander – ganz wie in der Fauna.

Wie sehr mensch ist unsere Gesellschaft, wie sehr mensch darf sie heute noch sein?

by Christian Sickendieck at September 01, 2010 10:19 PM

Actro

Des Fahrers bester Freund..

..ist wohl WD-40. Kaum einer, der es noch nicht benutzt hat. Das Zeugs ist ein super Rostlöser und Kriechöl, optimal zum gängig machen von Twistlocks, hilft bei quietschenden Türen, schlecht gehenden Schlössern, Fahrradketten, etc.
Wie der gemeine Autoschrauber sagt: “Wenn es sich bewegen sollte, es aber nicht tut, benutze WD-40. Wenn es sich bewegt, es aber nicht sollte, nimm Panzertape.”
Ganz praktisch ist es auch, um den festsitzenden Zigarettenstopfer wieder gängig zu machen ;) Ich habe dafür extra einen Multi-Pen an Bord, der natürlich auch für andere Kleinigkeiten herhalten muß.



Sobald ich das Ding das erste mal in der BILD als BILD- VOLKSFETTSTIFT sehe, gehe ich wieder zum guten alten Knochenöl zurück, versprochen..

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by actro at September 01, 2010 04:25 PM

Beat Gaetzi

5 Jahre chruetertee.ch

Vor fünf Jahren war es soweit, chruetertee.ch ging online.

Ganz herzlich danken möchte ich Alain, der mir während des ersten Jahres von chruetertee.ch und als der Server einen Hardwaredefekt hatte eine Jail zur Verfügung gestellt hat und regelmässig Support für das Flux CMS bietet.

Auch danken möchte ich allen, die regelmässig hier lesen, Kommentare schreiben oder chruetertee.ch verlinkt haben.

Ausserdem möchte ich an dieser Stelle miwi für seine Zeit und Geduld als Mentor, decke für seine Arbeit im gecko- und vbox-Team sowie andreast für seine Arbeit im gecko-Team danken.

by Beat at September 01, 2010 04:10 PM

F!XMBR

Jetzt begehren die Spammer schon um Einlass in die Wohnung

lecker_essen
Foto: dee_gee | CC-Lizenz

Führt man ein etwas bekannteres Blog, gehört es zu den Begleiterscheinungen, dass man häufiger Werbematerialien bekommt, nicht nur per E-Mail, auch trifft die eine oder andere Lieferung per Post ein, per Snail Mail. Natürlich, wenn es mich interessiert, freue ich mich – in der Regel schreibe ich aber nicht darüber, weil ein Satz eigentlich immer die Intelligenz beleidigt: «Wir würden uns freuen, wenn sie darüber schreiben würden.» Was denn wohl sonst? Öffentlich verbrennen kann wohl nicht der Wunsch sein, wenn man uns solche Dinge zukommen lässt. Zuletzt habe ich ein wirklich interessantes Buch bekommen – nein, nicht den Thilo, ich bevorzuge mehrlagiges Toilettenpapier, sondern Ich bin dann mal Offline – Ein Selbstversuch von Christoph Koch. Ich muss es nur mal anfangen, zu lesen. Gerade über Bücher freue ich mich immer besonders.

Da komme ich gerade unter der Dusche her, das Handtuch noch lässig um die Hüfte gewickelt, ich bestaune meinen nicht wirklich muskelbepackten Körper im Spiegel, da klingelt es und meine Katzen gehen wieder panisch auf Tauchstation. Ich also zur Sprechanlage und fragte, wer denn unten an der Haustür Einlass begehrt. Den ersten Teil der Antwort habe ich nicht verstanden, aber man wolle mir, F!XMBR, eine Pressemitteilung zukommen lassen. Okay, es ist nicht selten, dass manche Dinge nicht direkt mit der Post kommen, und so antwortete ich, man möge den Brief doch bitte in den Briefkasten stecken.

Die Antwort war eine Unverschämtheit sondergleichen: man wünschte mir zu der Presseerklärung noch ein paar Dinge zu sagen. Sprich: ich solle doch meine Wohnungstür öffnen, den Herrn einlassen, Vorwerk und die GEZ hätten es nicht besser gekonnt. Das muss man mal auf sich wirken lassen. Ein «Nein» war selbstverständlich meine Antwort – und dann kam nur noch patzig, gut, dann werde man den Brief in den Briefkasten stecken.

Man erlebt ja nun sehr viel, wenn man ein Blog führt. Aber: wenn man ab und zu seine Meinung publiziert, daraufhin Besuch von Spammern bekommt, die dann auch noch fordern, in die Wohnung vorgelassen zu werden, das ist neu. Kleiner Tipp: meine Wohnung und mein Privatleben sind mir heilig.

Ich glaube auch nicht, dass die Herrschaften mit ihrem Service, den sie bewerben wollen, erfolgreich sein werden. Man will einen Lifestyle-Lieferservice etablieren, also die, die sich einen besseren Restaurantbesuch leisten können, sollen nun auch auf einen Lieferservice zurückgreifen. Wie heißt es in der Pressemitteilung Werbebroschüre: «Anknüpfend an den großen Erfolg von XYZ in Berlin, liefert der Premiumservice im Delivery-Service ab sofort anspruchsvollen und lifestyle-affinen Hanseaten hochwertige Speisen aus 24 angesagten Restaurants der City nach Hause, ins Büro, ins Hotel oder an jeden anderen Wunschort.»

Mein Gott, da hat aber die Werbe– und Buzzword-Abteilung zugeschlagen und Überstunden gemacht. Man kommt mit dem Lachen gar nicht nach, wie einem die Worte um die Ohren gehauen werden. Kleiner Tipp am Rande: feuert am besten Eure Werbeagentur, das ist an Dilettantismus nicht zu überbieten. Wenn man Essen geht, geht es sicherlich auch, aber nicht nur, um den kulinarischen Genuss. Es geht um das Ambiente, die Begleitung, die Stimmung, das Gesamtpaket, einen wunderschönen Abend. Irgendwelchen Buzzword-Quatsch per Lieferservice ausliefern? Ich bitte Euch.

Geht sterben – aber langsam…

by Christian Sickendieck at September 01, 2010 03:32 PM

karl-tux-stadt

Enlightenment, die ewige Suche nach der Erleuchtung

Als ich die Übersicht über die Home Theater PC geschrieben habe, habe ich auch über GeeXboX 2.0 und die Entwicklung Enna berichtet. Enna setzt auf die EFL (Enlightenment Foundations Libraries) vom Enlightenment Projekt. Über den Windowmanager für den diese Bibliotheken eigentlich entwickelt werden, habe ich vor langer Zeit einmal geschrieben, dass war Anfang 2007. Damals war E17 wie der Enlightenment-Desktop auch kurz genannt wird relativ frisch, E17 ist allerdings die in der Entwicklung befindliche Version dieses Desktop Enviroment. Mit den EFL soll ein flexibler und dennoch mächtiger als auch einfach zu verwendenden Satz von Werkzeugen geschaffen werden. Die Bibliotheken werden portabel und optimiert gehalten, damit sie sogar auf Geräten wie PDAs oder ähnlichem funktionieren.
Kurz nach dem vor rund 3 Jahren ein kurzer E17-Boom herrschte gab es natürlich auch eine ebuntu-Distribution, die hat allerdings schon zum zweitenmal den Namen gewechselt, Geubuntu und heute openGEU. Daneben gibt es eine Reihe weiterer Distributionen, die auf Enlightenment als Default-Desktop setzen, zum Beispiel gOS, welches ebenfalls auf Ubuntu/Debian basiert. Fürs ein einfaches Testen von Enlightenment gibt es eine Live-Distribution - Elive genannt. Ich habe einen wirklich nur sehr kurzen Blick auf openGEU geworfen. openGEU stammt aus Italien, was man an den klangvollen Releasnamen unschwer erkennen kann und versucht die Power von Gnome mit dem Eyecandy von E17 zu verbinden. Die Version 9.10 Codename “Quarto di Luna” war derzeit nicht verfügbar und so habe ich einen kurzen Blick auf die Version 8.10. “Luna Serena” geworfen, welche am 16. März 2009 erschienen ist.
Die Installation unterscheidet sich überhaupt nicht von dem eines normalen Ubuntu, im Installer ist sogar noch bei der Partiotionierung “ubuntu” erhalten geblieben. Nach der Installation die wirklich zügig von statten geht und einem Reboot wird man bereits von einem optisch gelungenen Loginmanager begrüßt.

Dank eva der entsprechenden Bibliothek kann man auch ohne entsprechende Hardware 3D Effekte genißen und das ganze läuft rasch und flott. Einige Dinge gibt es noch, so benutzt man Thunar aus XFCE als Dateimanager, verzichtet auch auf das schwergewichtige OpenOffice und bringt stattdessen Abiword und Gnumeric zum Einsatz und als Mailclient setzt man auf Clawsmail. Und so sieht das Ganze aus.

Die aktuell stabile Version von Enlightenment ist immer noch E16 und dieser ist derzeit beim Stand von 0.16.8.15 welcher am 5. Januar 2009 released wurde. Eigentlich wurde E17 bereits im April 2009 kurzeitig eingefroren und man rechnete im September mit einem Release eines stabilen E17, siehe auch die damalige Meldung bei pro-linux.
Die stabile Version des Enlightenment ist auf openSUSE oder Ubuntu schnell installiert

sudo apt-get install e16
zypper install e16

Beim Ubuntu-System hatte ich allerdings nachher Probleme eine reine Gnome-Session zu starten. Der Windowmanager wurde einfach mit e16 ersetzt, nicht die feine englische.

gconftool -s /desktop/gnome/session/required_components/windowmanager metacity -t string

Bringt einem das Gewohnte in der Desktopumgebung zurück. Dem war aber nicht genug, eigentlich wollte ich mir ja E17 anschauen. openSUSE User finden ein entsprechendes Paket mit dem obligaten oneClick-Installer im openSUSE Buildservice. Ubuntu Nutzer können eine entsprechende Paketquelle hinzufügen:

sudo vi /etc/apt/sources.list

dann folgende Zeile anfügen:

deb http://packages.enlightenment.org/ubuntu lucid main extras
wget http://packages.enlightenment.org/repo.key
sudo apt-key add repo.key

Nach der Installation und dem ersten Login erfolgt eine geführte Konfiguration und dann kann man auch schon den E17 genießen.

Die binären Pakete sind allerdings nur Momentaufnahmen und manche sind schon etwas älter, so ist das Paket im openSUSE Buildservice der Entwicklungsstand vom 16. Mai 2010 und die im Repository für Ubuntu sind noch etwas älter nämlich vom 11. April. Will man den derzeitigen Entwicklungsstand von E17 testen, dann kommt man ums kompilieren nicht herum. Eine Möglichkeit bietet das Easy-E17 Skript. Bevor man es benutzen kann müssen automake und subversion installiert sein, das Skript checkt dann die aktuellen Quellen aus dem SVN aus und baut daraus den aktuellen Stand des E17 zusammen. Aber Achtung, dass muss nicht immer einen funktionierenden Desktop ergeben! In meinem Testfall hab ich mir damit sofort eine funktionierende E17 Installation zerschossen. Das sollten also wirklich nur die tun, die wissen was sie tun.

Am Ende bleibt nur eines zu sagen, die nicht wirklich häufigen Releasezyklen bzw. die völlig undurchsichtige Releasepolitik des Projektes verhindern wohl einVerbeitung von Enlightenment, der einst sehr beliebt war, auf dem Linux-Desktop. Die Entwicklung von E17 begann bereits 2001 und dauert nunmehr 9 Jahre, sicher mit einem nicht gerade großen Entwicklerteam braucht das auf jeden Fall seine Zeit. Die selbst gesteckten Ziele sind auf jeden Fall ehrgeizig. Enna oder auch die Erwägung die EFL-Bibliotheken im Ubuntu Netbook Remix für die ARM-Architektur einzusetzen zeigt, wo Enlightenment wohl in Zukunft eher eine Rolle spielen wird und aus diesem Grunde unterstützt wohl Samsung auch die Entwicklung. Ich jedenfalls bin wirklich gespannt, wann denn E17 sein Release haben wird.

by buergermeister at September 01, 2010 05:23 AM

August 31, 2010

F!XMBR

Fedora Weekly News – FWN240

Fedora Weekly News Ausgabe 240:

  • Fedora 14 Alpha “Laughlin” released
  • Marketing Neuheiten
  • schöne zusätzliche Fotorealistische Hintergründe

Fedora Weekly News -wiki:  https://fedoraproject.org/wiki/FWN/LatestIssue

Fragen, Anregungen, Meinungen zu den FWN in deutsch als Podcast:
H. Heigl – wonderer@fedoraproject.org

Download audio file (2010-08-30.Radiotux.Fedora_Weekly_News_240.mp3)

Feel free to Flattr this post at flattr.com, if you like it.

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by wonderer at August 31, 2010 10:24 PM

Wie die BILD einen Bürgerkrieg herbeiredet

enteignet_springer_stein

Es wundert nicht, dass die BILD in den letzten Wochen den Fantasy-Roman Sarrrazins beworben hat – mit unzähligen Artikeln, Interviews und Vorabdrucken. Die BILD steigerte die eigene Auflage, Sarrazin wird ein reicher Mann, das Land rutscht weiter nach rechts. Einen besseren Coup kann es für den Axel-Springer-Verlag kaum geben. Mission accomplished. Ich habe mir gestern Abend tatsächlich das erste Mal Beckmann angeschaut. Eines wurde mehr als deutlich: Sarrazin reduziert die Gesellschaft auf Zahlen – noch nie habe ich einen Menschen mit einer derartigen sozialen Kälte erlebt. Am interessantesten waren die Einlassungen des Berliner Streetworkers Thomas Sonnenburg und der die Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan. Beide sagten unisono, dass das Buch unsere Gesellschaft spalten könne, den Frieden gefährde. Und das nicht in der typischen Politikeraufgeregtheit, die Einschätzung beruht auf die eigene, tägliche Arbeit mit denen, um die es geht. In dem Moment wusste die gesamte Runde bei Beckmann kaum etwas zu erwidern, bis wieder Nebenkriegsschauplätze eröffnet wurden.

Heute titelte die BILD «Alle gegen Sarrrazin» – und tat völlig überrascht, dass der neue Held von NPD, pro Deutschland, Politically Incorrect & Co. kritisiert wurde. Was für eine Heuchelei. Doch wer sich die Zeilen der BILD dann durchliest, wird nur noch fassungslos mit dem Kopf schütteln. Es ist erschreckend, dass folgende Zeilen in der größten deutschen Tageszeitung zu finden sind – in der NPD-Parteizeitung, auf anderen Publikationen, nennen wir sie Gesamtrechts oder Altermedia, sind sie auch täglich zu finden. Ein gewisser Nikolaus Blome1 schreibt:

Erste Buch-Lesungen sind schon abgesagt. Wegen „Sicherheitsbedenken”.
Zwischen Politikern und Bürgern steht ein großes Missverständnis, ein umfassendes, dramatisches Nicht-Verstehen. Sarrazins Thesen und die Reaktionen darauf sind wie ein Brennglas: Gut möglich, dass der Graben zwischen Wählern und Gewählten bald in Flammen steht.

Ein Land, das in Flammen steht – die feuchten Träume der BILD-Redaktion werden Wirklichkeit. Dass man beim Axel-Springer-Konzern in der Vergangenheit schwerlich von Journalismus reden konnte, ist jedem normal denkenden Menschen wohl klar. Mit der Causa Sarrazin, dieser unverblümten Freude über einen eventuellen Bürgerkrieg, Bürger gegen Politik genannt, Deutsche gegen Ausländer ebenso gemeint, hat die BILD unsere demokratischen und gesellschaftlichen Grundfeste verlassen.

In der Folge fabuliert Blome davon, dass die Politik einpacken könne, sie habe keine «Geschäftsgrundlage und Daseinsberechtigung» mehr. Solche Worte kennt man zu genüge – Udo Voigt, Holger Apfel oder Udo Pastörs schwadronieren auch davon, dass die Menschen hinter der NPD stehen, aber der CDU und der SPD ihre Stimme geben würden. Unredlich, wie es meine Großmutter früher genannt hätte, ist das nicht mehr. Es ist gefährlicher Wahnsinn. Man ist versucht zu schreiben, dass sich die BILD hier eine selbst erfüllende Prophezeiung schaffen möchte. Der Auflage würde ein Bürgerkrieg wohl nicht schaden.

Es ist offensichtlich, dass die BILD nicht mehr die konservative, unabhängige, pro-israelische und boulevardeske Stimme in diesem Land ist. Man träumt offensichtlich vom Bürgerkrieg, spricht von Politikern ohne Volk, redet der NPD nach dem Mund.

Die BILD steht spätestens seit heute außerhalb unserer Verfassung.
So zumindest mein Meinungsbeitrag.

Unsere Gesellschaft sollte anfangen, nachzudenken:

enteignet_springer

  1. Ich weigere mich, ihn Autor, Redakteur oder Journalist zu nennen.

by Christian Sickendieck at August 31, 2010 08:32 PM

Actro

Doofe Nachbarn..

Ich hatte heute ein kleines Problem beim Container holen. Ich habe eine Kombi geladen, also 2 x 20″ aus verschiedenen Leerdepots. Der erste kam von Remain, da hat es etwas gedauert, weil kein heiler und gecheckter mehr da war und ich mir erst einmal einige ansehen mußte. Dann ein wenig Stau auf der Köhlbrandbrücke und schon kam ich um 18:02 h bei HCS an. Die hatten allerdings überpünktlich um 18:00 Feierabend gemacht und so verbrachte ich meine letzte Stunde Fahrtzeit mit rumtüddeln und noch einen passenden 20″ bei LZU aufnehmen. Tja..da stehe ich nun quasi immer noch, für mehr als einige Meter raus aus dem Depot reichte es nicht mehr. An sich ja gar nicht sooo schlimm, LZU hat inzwischen geschlossen und hier rappeln auch keine Kollegen mehr mit Leercontainern oder Leerchassis an meiner Hütte vorbei. Allerdings habe ich nette Nachbarn auf dem anderen Ufer, die ein wenig laut sind..

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by actro at August 31, 2010 06:17 PM

Seltener Anblick..

..zumindest in Deutschland..



Bei gefahrenen 85 km/h hatte er vermutlich einen ordentlichen Strudel im Tank ;)

Keine ähnlichen Artikel.

by actro at August 31, 2010 06:00 PM

Linux Netz Blog

Briefe an die Leser (1): Flattr

Liebe Leser, das Design dieses Blogs hat sich vor ein paar Tagen grundlegend geändert. An dem alten WordPress-Theme mit dem knallbunten Banner hatte ich mich schon länger sattgesehen. Bei der Darstellung von Code kam es außerdem zu z.T. seltsamen Verzerrungen. Die vielen Distri-Symbole fand ich inzwischen unpassend, da ich auf dem Desktop sowieso fast nur [...]

August 31, 2010 11:52 AM

karl-tux-stadt

Btrfs - future of Linux file systems

Mit openSUSE 11.3 wurde erstmals btrfs in den Installer integriert und openSUSE ist damit die erste Distribution, bei der sich bereits bei der Installation auf das neue Dateisystem setzen läßt. Grund genug sich das einmal anzuschauen.
Btrfs stammt aus der Feder von Chris Mason und wurde ursprünglich von Oracle als Linux-Filesystem entwickelt. Seit Kernel 2.6.29 ist Btrfs ein offiziell unterstütztes Linux-Dateisystem. Btrfs wird wahrscheinlich auf lange Sicht ext4 ersetzen und ist das Standard-Filesystem von MeeGo. Btrfs bietet ähnliche Funktionalitäten, wie das ursprünglich von Sun entwickelte ZFS darunter integriertes RAID, ein Subvolume und Snapshots. Wobei allerdings RAID 5 und 6 Funktionen bisher nicht implementiert sind.

Gegenüber herkömmlichen Hard- oder Software-RAID beitet das RAID-Subsystem von Btrfs allerdings den Vorteil, dass zwischen belegten und freien Datenblöcken unterschieden werden kann. Das kann bei Wiederherstellungen enorme Zeitersparnis bedeuten. Der wesentliche Unterschied zwischen ZFS und Btrfs ist meiner Ansicht nach weniger technischer Natur (wenn man von Stabilität und Entwicklungstand absieht) sondern eher die Lizenz während ZFS unter der CDDL steht und damit wohl nicht Eingang in den Linuxkernel finden wird, wird btrfs unter der GPL entwickelt.
Mit der aktuellen Ubuntu-Version Lucid Lynx läßt sich btrfs auch einsetzen, dafür muss man allerdings das entsprechende Kernelmodul nachladen und die Dateisystemwerkzeuge nachinstallieren.

Als erstes Grub kann derzeit nicht von btrfs-Partitionen booten. Daher sollte man über eine eigene Boot-Partition verfügen. Auf einem Ubuntu läßt sich Btrfs ganz einfach nachinstallieren, zuerst die Btrfs-Werkzeuge installieren.

sudo apt-get install btrfs-tools

Bei openSUSE findet man diese Werkzeuge im Paket btrfsprogs und installiert sie mit dem Aufruf

zypper install btrfsprogs

Am einfachsten geht es mit dem btrfs-convert Werkzeug eine Ext-Partition in eine btrfs-Partiotion zu konvertieren. Dazu darf die entsprechende Partiotion nicht gemountet sein.

sudo btrfs-convert /dev/sda7

Neben btrfs-convert enthalten die btrfs-tools: btrfsck, btrfs-debug-tree, btrfs-image, btrfs-show, btrfstune, btrfs-vol und btrfsctl. Mit btrfsctl können zum Beispiel eintsprechende Snapshots des Filesystemes angelegt werden, dass geht ganz einfach.

sudo btrfsctl -s NamedesSnapshot Volume/Tree

Die entsprechenden Snapshots sind platzsparend, da sie inkrementell angelegt werden, dass heißt nur die Veränderungen des Dateisystemes werden. Man sollte also direkt nach der Installation einen ersten Snapshot anlegen. Das Werkzeug btrfsctl ist allerdings veraltet und wird in Zukunft durch btrfs als Kommando ersetzt.

Auch Fedora unterstützt seit Version 11 btrfs. Btrfs auf Fedora zu installieren glich für mich einem kleinem Abenteuer. Irgendwo hatte ich gelesen, dass mit dem richtigem Bootparameter, Btrfs als Option in Anaconda zur Verfügung stehen würde, das kam mir gleich spanisch vor. Das hat auch nicht geklappt. Also habe ich das Kernelmodul von Hand geladen und die Btrfs-progs mit Yum nachinstalliert. Mein Plan war eine entsprechende Partition mit mkfs.btrfs zu formatieren und dann anschließen darauf zu installieren. Da wurde ich aber schnell eines besseren belehrt.

Eine normale Installation mit Ext4 als Dateisystem schlägt aber derzeit bei mir stetig fehl, dass könnte daran liegen, dass VirtualBox mit Ext4 Dateisystemen auf dem Host einige Probleme hat. Denn ähnliche Probleme habe ich derzeit mit anderen Distributionen. Ein Test auf dem Livesystem schlug allerdings fehl, ich habe die Werkzeuge nicht gefunden, eine längere Suche danach habe ich gar nicht erst angefangen.

Fedora 13 bietet aber dafür ein Yum-Plugin, welches nach einer Software-Installation den Rollback zu einer früheren System-Version ermöglicht.
Um das entsprechende Plugin zu installieren, ist folgender Aufruf nötig

yum install yum-plugin-fs-snapshot

Dieses Werkzeug legt vor jeder yum Installation einen entsprechenden Snapshot des Dateisystems an, die entsprechende Integration der Verwaltung der Snapshots mit Fedoras DeviceKit-Programm Palimpsest ist allerdings nicht in Fedora 13 integriert und wird wahrscheinlich erst mit de nächsten Version ausgeliefert. Siehe auch den entsprechenden Eintrag im Wiki von Fedora.
Dennoch ist es möglich, die entsprechenden Snapshots über einen Bootparameter für den Kernel als Subvolume zu mounten.

linux vmlinuz-2.6.33.3-85.fc13.i686.PAE root=/dev/sdc8 rootflags=subvol=yum_DatumZeitstempel

oder man mounted den entsprechenden Snapshot im laufenden System

mount -o subvol=yum_DatumZeitstempel /dev/sda2 /mnt

Das Yum-Plugin mach dabei von allen vorhandenen btrfs-Partitionen einen Snapshot, hat man also sein Home-Verzeichnis ebenfalls auf einer solchen, wird dieses eingeschlossen. Ein ähnliches Feature könnte eines Tages in openSUSE kommen, ein entsprechender Featurerequest für “zypper rollback” ist bereits in openFATE eingetragen.

Snapshots und damit inkrementelle Datensicherungen des Systemes ist aber nicht das einzige Feature, welches btrfs bietet. Btrfs integriert ebenfalls einen Volumemanager oder dessen Funktionalitäten. Damit lassen sich jederzeit die entsprechenden Partiotionen verkleinern oder vergrößern.

sudo btrfs-vol -a /dev/sdd /Mountpoint

Wie gesagt btrfsctl und btrfs-vol werden in der nächsten Generation durch das Werkzeug btrfs ersetzt. Auf Fedora sollen diese vorhanden sein, was ich wegen obige Installationsprobleme nicht bestätigen kann. Die btrfs-progs auf dem Livesystem liessen sich zwar installieren, waren nachher allerdings nicht vorhanden. Auf Ubuntu 10.10a habe ich sie nicht gefunden, egal was andere da schreiben. Um das Ganze dann doch auch noch mit einem Beta zu testen, haben ich den gestrigen Snapshot heruntergeladen und ausprobiert. Hier hatte ich zwar die gleichen Probleme mit einer Installation, allerdings im Livesystem konnte ich testen. Wie man sieht sind die btrfs-tools per Default installiert und btrfsctl ist noch vorhanden.

Insgesamt befindet sich btrfs noch im Entwicklungstadium und von seinem Einsatz im produktiven Umfeld ist abzuraten. So kann btrfsck zwar einen Integritätscheck für das Filesystem durchführen ist aber nicht in der Lage es zu reparieren. Auf der Entwicklungsmailingliste häufen sich die Fehlermeldungen das sich btrfs-Filesysteme nicht mehr mounten lassen, insbesondere nach Stromausfällen oder ähnlichem. Da alle großen Distributionen bereits btrfs integrieren, ist es so gut wie sicher das btrfs das Linux-Dateisystem der Zukunft sein wird. Das sehen auch Andrew Morton und Theodore Tso als Entwickler der Ext-Dateisysteme so. Es schadet also nicht, die Entwicklung ein wenig zu verfolgen.

by buergermeister at August 31, 2010 09:14 AM

August 30, 2010

Beat Gaetzi

Wartezeit des Bootloaders verändern

Standardmässig wartet der FreeBSD-Bootloader 10 Sekunden auf eine Eingabe bis der Bootvorgang vortgesetzt wird. Diese Zeit kann durch einen autoboot_delay-Eintrag in der /boot/loader.conf verändert werden. Im folgenden Beispiel wird die Wartezeit auf drei Sekunden gesenkt:

autoboot_delay="3"

by Beat at August 30, 2010 09:39 PM

Neustart durch Ctrl+Alt+Del verhindern

Möchte man verhindern, dass ein System durch das Drücken von Ctrl+Alt+Del neu gestartet werden kann, so kann folgende Option der Kernel-Konfiguration hinzugefügt werden:

options    SC_DISABLE_REBOOT

Danach muss der Kernel neu gebaut und das System neu gestartet werden.

by Beat at August 30, 2010 07:13 PM

Konsolenausgabe löschen

Arbeitet man unter FreeBSD auf der Konsole und möchte die bestehenden Ausgaben löschen, so kann dies durch das Drücken von Ctrl + l gemacht werden. Dies funktioniert auch nachdem man sich bereits von der Konsole abgemeldet hat.

by Beat at August 30, 2010 06:31 PM

Linux Netz Blog

Firefox: Grafiken blockieren mit Adblock Plus

Webseiten mit aufdringlichen Grafiken können das Surfvergnügen mindern. Adblock Plus für Firefox blockiert diesen „optischen Lärm“. Der Open-Source-Webbrowser Firefox ist nicht nur für Linux-Distributionen wie Ubuntu, sondern auch für Windows und Macintosh erhätlich. Mit der Erweiterung Adblock Plus bekommt der Nutzer eine praktische Hilfe zur Bereinigung unerwünschter Grafiken an die Hand. Der Unterschied einer Webseite [...]

August 30, 2010 03:52 AM

August 28, 2010

Beat Gaetzi

Fehlende gzip-Dateiendung hinzufügen

Fehlt einer mit gzip komprimierten Datei die .gz-Dateiendung, so kann die Datei unter Umständen nochmals mit gzip komprimiert werden:

# file *
test:                          gzip compressed data, from Unix, last modified: Sat May  2 17:41:57 2009
virtualbox-2.2.2r19307.tar.gz: gzip compressed data, from Unix, last modified: Mon May  4 22:55:32 2009
# gzip virtualbox-2.2.2r19307.tar.gz
gzip: virtualbox-2.2.2r19307.tar.gz already has .gz suffix -- unchanged
# gzip test
# file *
test.gz:                       gzip compressed data, was "test", from Unix, last modified: Sat Aug 28 23:27:41 2010
virtualbox-2.2.2r19307.tar.gz: gzip compressed data, from Unix, last modified: Mon May  4 22:55:32 2009

Mit Hilfe von zforce kann nun allen mit gzip komprimierten Dateien ohne .gz-Dateiendung diese angefügt werden:

# file *
firefox.txt:                   news or mail text
virtualbox-2.2.1r19283.tar.gz: gzip compressed data, from Unix, last modified: Sat May  2 17:41:57 2009
virtualbox-2.2.2r19307.tar:    gzip compressed data, from Unix, last modified: Mon May  4 22:55:32 2009
virtualbox-2.2.2r19378.tar.gz: gzip compressed data, from Unix, last modified: Tue May  5 18:42:19 2009
virtualbox-2.2.2r19453.tar.gz: gzip compressed data, from Unix, last modified: Wed May  6 21:33:10 2009
# zforce *
virtualbox-2.2.2r19307.tar -- renamed to virtualbox-2.2.2r19307.tar.gz
# file *
firefox.txt:                   news or mail text
virtualbox-2.2.1r19283.tar.gz: gzip compressed data, from Unix, last modified: Sat May  2 17:41:57 2009
virtualbox-2.2.2r19307.tar.gz: gzip compressed data, from Unix, last modified: Mon May  4 22:55:32 2009
virtualbox-2.2.2r19378.tar.gz: gzip compressed data, from Unix, last modified: Tue May  5 18:42:19 2009
virtualbox-2.2.2r19453.tar.gz: gzip compressed data, from Unix, last modified: Wed May  6 21:33:10 2009

Auf FreeBSD ist zforce standardmässig im Basissystem vorhanden. Mehr Informationen zu zforce findet man in der Manpage zforce(1).

by Beat at August 28, 2010 09:39 PM

Actro

Das war nicht Dein ernst, oder?

Hoffe ich jedenfalls. Unter den Suchanfragen gefunden heute:

Wenn Du Probleme hast, suche Dir professionelle Hilfe, aber lasse mich und meine Kollegen da raus. Als wenn wir nicht schon genug Ärger am Hals hätten..

Keine ähnlichen Artikel.

by actro at August 28, 2010 06:39 PM

August 27, 2010

karl-tux-stadt

FrOSCon 2010

Es ist nun fast schon wieder eine Woche her, dass die FrOSCon mit ihrer fünften Auflage über die Bühne ging. Zeit auch in deutsch einen kleinen Bericht zu schreiben. Auch wenn andere die FrOSCon und andere deutsche Linuxveranstaltungen mittlerweile für irrelevant halten, die FrOSCon hat wieder einen Heidenspaß gemacht.

Veranstaltungen beginnen, wie nahzu immer (ausser das Heimspiel) immer mit der Anreise und in diesem Jahr hatten wir auch Glück, erstens sind wir fast pünktlich gestartet (nur mit 2h Verspätung) und wir hatten keinen Stau, wie im vergangenen Jahr und waren also pünktlich 19.00 Uhr in Sankt Augustin.  Dieses Jahr war openSUSE mit wesentlich mehr Leuten auf der FrOSCon vertreten, der Hintergrund ist folgender die FrOSCon ist mehr Entwicklerorientiert und die Masse der Besucher befinden sich einfach in den Vorträgen oder in den Projekträumen und Dev-Rooms. Das hat ja auch Unki in seinem kurzem Bericht geschrieben. Der Stand von Ubuntu hatte wirklich wenig Besuch, bei uns sah es am Samstag zumindest so aus, dass Thomas vor lauter Fragen beantworten nicht zum aufsetzen des Präsentationscluster gekommen ist. Am Sonntag herrschte bis auf wenige Fragen dann Ruhe. Vom Vortragsprogramm hab ich trotzdem nichts gesehen, ausser ein wenig auf dem Livestream.

Bereits nach dem LinuxTag habe ich angestrengt, dass openSUSE eben nicht nur mit einem Stand vertreten ist sondern auch einen Dev-Room bestreitet. Die Entscheidung das zu tun fiel relativ schnell, dann ging es nur noch darum was mit dem entsprechendem Raum anfangen. Ich hätte mir mehr Workshopprogramm mit OBS, Kiwi und all den Wrkzeugen, die unser Projekt für Entwickler bietet gewünscht, aber die Boosters entschieden wirklich den Dev-Room für eine Hackingsession zu nutzen und haben darain an elgg als Basis für openSUSE Connect gearbeitet. Will Stephenson hat darüber auf Lizards [1 und 2, in englisch] auch zwei kleine Berichte geschrieben.

Da wir alles in allem 17 Personen waren, habe ich im Siegburger Brauhaus einen Tisch reservieren lassen, leider hat es dieses Mal die Boosters mit dem Stau erwischt und so sind wir stattdessen zum Chinesen in Sankt Augustin gegangen. Später hat sich auch ein gewisser John Maddog Hall zu uns gesellt. Am Samstag Abend gab es dann wieder die obligatorische Barbecueparty im Innenhof der Hochschule und neben jeder Menge Kölsch gab es dieses Mal auch einige Quadratmeter süßen Kuchen zu verspulen.

Die FrOSCon meldet 1500 Besucher und die waren auch da aber leider nur in den Mittagspausen in der Mensa, so dass relative Ruhe und wenig Besucherandrang an den Projektständen herrschte. Das ist aber in Ordnung. Die Boosters jedenfalls haben im Dev-Room einige Fortschritte gemacht und Connect wird wohl in Kürze wieder online gehen. Und wir werden wohl auch 2011 auf der FrOSCon vertreten sein.

by buergermeister at August 27, 2010 12:14 PM